Also doch was drin ? – Nanowissenschaft und Hochpotenzen

Die Frage, ob in einer homöopathischen Hochpotenz noch Moleküle der Ausgangssubstanz sein können, beschäftigt seit über einem Jahrhundert Anhänger und Gegner der Homöopathie.

Neuen Zündstoff für diese Debatte liefert eine bemerkenswerte Arbeit, die eine indische Forschergruppe des renommierten Indian Institute of Technology (IIT) in dem Peer-Review-Journal “Homeopathy“ aus dem Verlagshaus Elsevier (1, 2) jüngst veröffentlichte.

Sechs metallische homöopathische Arzneien (Gold, Kupfer, Zinn, Silber, Platin, Zink) wurden in den Potenzstufen C6, C30 und C200 untersucht. Dabei konnten mittels Transmissionselektronenmikroskop (TEM) und Feinbereichsbeugung (SAED) eindeutige Belege für die Existenz der Ausgangssubstanz in Form von Nanopartikeln und deren Aggregaten auch in Hochpotenzen nachgewiesen werden.  Zwischen den einzelnen Potenzstufen gab es bezüglich Form und Größe keine wesentlichen Unterschiede.

Weiterhin konnte mittels  eines weiteren Verfahrens (Atomemissionsspektroskopie mit induktiv  gekoppeltem Plasma (ICP-AES) die Konzentration der Ausgangssubstanz gemessen werden: Mit dem überraschenden Ergebnis, dass sich ab der Potenzstufe C6 ein Plateau der Konzentration einstellte, das sich auch bis zur C200 nicht wesentlich änderte.  Die Konzentrationen bewegten sich dabei im Bereich von 80 bis 7000 pg/ml.

Referenzen

(1) Chikramane PS et al.: Extreme homeopathic dilutions retain starting materials: A nanoparticulate perspective. Homeopathy (2010) 99: 231-242 Abstract

(2) Ives JA, Jonas WB, Frye JC: Do serial dilutions really dilute? Homeopathy (2010) 99: 229-230 Editorial

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